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2005 © K.Ehret
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Rassebeschreibung

Hollandse Herder Rüde


Der Hollandse Herdershond ist ein Hund vom alten Schäferhundtyp, der durch Zuchtselektion allein nach Leistungskriterien wie Ausdauer, Schnelligkeit und Härte enstand . Diese Kriterien werden von diesem Gebäudetyp nun einmal optimal erfüllt. Übrigens war der Deutsche Schäferhund vor 50 Jahren auch noch von diesem Typ. Davon ist er aber heute weit entfernt. Solange der Hollandse Herdershond kein Modehund wird und nicht die Showerfolge den Zuchteinsatz bestimmen, wird er wohl eine echte Alternative für Hundesportler bleiben.


Die Zucht des Holländers

Quelle: Dr. Hans Mosser / Wuff-Ausgabe: 2003-03

Mit 17 Teilnehmern wurde am 12. Juni 1898 in Utrecht die Gründungsversammlung des „Nederlandse Herdershonden Club“ (NHC, Klub für Holländische Schäferhunde) abgehalten. Beim Rassestandard unterschied man aufgrund des Haarkleides 6 verschiedene Rassevarietäten, was als Hinweis auf die damals noch großzügigere Auslegung von Hundezucht gelten mag. Während etwa Männer wie Rittmeister von Stephanitz für die Reinzucht des Deutschen Schäferhundes und Professor Reul für die des Belgischen Schäferhundes maßgeblich waren, fehlten in Holland solche Voraussetzungen. Zudem war es den Holländern weniger um das Exterieur, als um die Erhaltung der Leistungsfähigkeit und des Typs gegangen. Das beweist auch die Mitgliedschaft von M. Kessler und j. Steijns, die 1907 die noch heute bestehende und berühmte KNPV (Königliche Niederländische Polizeihunde Vereinigung) gegründet haben. Zu diesen Zeiten konnte man denselben Hund auf Ausstellungen entweder als Holländischen oder als Belgischen Schäferhund auftreten lassen. Doch der Wunsch, den Holländer als eigenständige Rasse von den anderen Schäferhunden abzugrenzen, wurde immer stärker und führte 1914 zu einer Beschränkung der Farben im Standard. Weiß wurde verboten, zugelassen wurde nur mehr silber- oder goldgestromt für den Kurzhaar, zusätzlich Pfeffer und Salz sowie Blaugrau für den Rauhaar, und silber- oder goldgestromt plus Kastanienbraun für den Langhaar. Diese doch sehr drastische Reduktion der erlaubten Farben führte zu einem dramatischen Verlust der genetischen Variabilität dieser Rasse. Und das strikte Verbot von Weiß führte noch viel mehr zu einem Ausschluss des Großteils der damaligen Holländischen Schäferhunde von der Zucht. Denn die Farbe Weiß wird durch ein sehr dominantes Gen gesteuert. Bald erkannte man das Problem, und so wurden weiße Abzeichen 1928 wieder zugelassen. 1934 wurden für den Kurz- und Rauhaar weitere Farben eingeführt, um den Genpool wieder zu vergrößern. Aber der genetische Rettungsversuch kam offenbar zu spät. Die Zuchtbasis war sehr klein geworden, hatte man doch so viele gute Hunde seinerzeit von der Zucht ausgeschlossen. Die genetische Uhr ließ sich nicht mehr zurückdrehen. 1960 änderte man anlässlich der Anerkennung durch die FCI neuerlich den Standard und schränkte die erlaubten Farben wieder ein auf die von 1914 (siehe oben), mit der Ausnahme, dass Kastanienbraun für den Langhaar ebenfalls nicht mehr zulässig war. Heute wird der Holländische Schäferhund in seinem Ursprungsland überwiegend von Mitgliedern des KNPV gezüchtet, wobei die Leistungsfähigkeit im Vordergrund steht und man bereit ist, durchaus Kompromisse im Aussehen einzugehen. Ein holländischer Hundesportler nennt es beim Namen: „Obwohl dieser Hund mittlerweile viel Malinois-Blut in sich hat, ist sein Wesen gleich geblieben: Ein intelligenter, etwas eigensinniger, aber trotzdem ausgesprochen führiger Holländer.“

Auszüge aus dem FCI-Rassestandard

Größe Widerristhöhe für Rüden 57 - 62 cm
Widerristhöhe für Hündinnen 55 - 60 cm.
Der Körper ist im Verhältnis von ungefähr 10 zu 9 länger als die Höhe am Widerrist.
Kopf Größe in guter Proportion zum Körper; Form eher länglich, nicht massig. Ohne Falten und trocken. Der Fang ist etwas länger als der Flache Schädel. Der Nasenrücken ist gerade und parallel mit dem Schädel. Stopp wenig ausgeprägt. Lefzen gut anliegend. Bei der Rauhaarvarietät scheint der Kopf eine mehr viereckige Form zu haben, was nur eine optische Täuschung ist.
Ohren: eher klein als groß. Im Erregungszustand straff aufgerichtet und nach vorngerichtet. Hoch angesetzt.
Haarbeschaffenheit a)K u r z h a a r : gewünscht wird am ganzen Körper ein recht hartes nicht zu kurzes Haar mit reichlich Unterwolle. Kragen, Hosen und befederte Rute müssen deutlich sichtbar sein.
b) L a n g h a a r : am ganzen Körper langes, schlichtes, anliegendes sich grob anfühlendes Haar ohne Locken oder Wellen mit reichlich Unterwolle. Kopf, Ohren, Pfoten und Hinterläufe unterhalb des Sprunggelenkes haben ein kurzes und dichtes Haar. Die Hinterseite der Vorderläufe zeigt stark entwickeltes, nach unten zu an Länge abnehmendes Haar, die sog. Federn. Rute rundum reichlich behaart. Keine Fransen an den Ohren.
c) R a u h h a a r : am gesamten Körper wird dichtes, hartes, buschiges Haar gewünscht mit, am Kopf ausgenommen, dichter Unterwolle. Das Haarkleid muss dicht geschlossen sein. Ober- und Unterlippe reichlich behaart (sog. Schnauz- und Kinnbart), nicht weich, gut abstehend. Struppige, gut vorstehende Augenbrauen. Auf dem Schädel und an den Wangen ist das Haar weniger stark entwickelt. Rute rundum stark behaart. Stark entwickelte Hosen sind erwünscht.
Farbe Kurz- und Langhaar: mehr oder weniger deutlich auf braunem Untergrund (gold gestromt) oder auf grauer Grundfarbe (silbergestromt) gestromt. Die Stromung erstreckt sich über den ganzen Körper, auch an Kragen, Hosen und befederter Rute.
Viel schwarzes Deckhaar ist unerwünscht. Schwarze Maske bevorzugt.
Rauhaar: blaugrau und Pfeffer-Salz, silber- und goldgestromt.
Die Stromung kommt beim Rauhaar - im Gegensatz zu den anderen Varietäten- im Deckhaar weniger deutlich zum Ausdruck.