HundeGalerieSchildkrötenKoiteichKontaktDortmunder ApellQualzucht



279867
Besucher seit 02/2005
Zur Zeit
 User online 1



2005 © K.Ehret
Sitemap

• PH1   • PH2   • Objektbewachung


Holländischer Ring

Polizeihundprüfung 1

Text: Kai Müller und Daniela Stumpf
Quelle: www.x-mechelaars.de

Die Wasserarbeit beinhaltet:
  • “Voraus” mindestens 30 Meter durchs Wasser und
  • Apportieren eines fremden Gegenstandes.

  • Beim Revieren kommen folgende Elemente:
  • Kistrevieren, diese Übung wurde ebenfalls noch von früher übernommen. Der Hund muß eine Kiste im Wald “revieren”.In der PH2 wird anstatt einer Kiste, ein Gewehr auf einem Fußballplatz reviert.
  • Die zweite Übung ist das Mannrevieren
  • Futterverweigerung,der Hund muß drei Stücke Fleisch verweigern
  • Suchen, von drei Patronenhülsen und/oder Schlüsseln,
  • Volgen, ist wie Fuß gehen nur rechts und links,
  • Fahrradfahren, es muß der selbe Parcour wie beim “Volgen” auch mit dem Fahrrad absolviert werden
  • Abliegen, drei Minuten abliegen
  • Springen, 175cm Steilwand, 3 Meter Graben, 1,20 Meter Hürde,
  • Still sein, in dieser Übung muß der Hund zeigen, daß er auf Kommando auch still sein kann
  • Bei der Mannarbeit kommen folgende Elemente:
  • Mann revieren: Der Hund muß einen Helfer in einem Waldstück aufsuchen und verbellen
  • Transport laufen: der Hund muß einen Betrunkenen abführen
  • Gegenstand bewachen,hier muß ein Gegenstand des HF bewacht werden
  • Stockstellen,der Hund muß einen Angriff auf Distanz abwehren
  • Fluchtvereitelung mit Schießen,hier flüchtet der Helfer und schießt vor dem Anbiß zweimal auf den Hund
  • Zurückrufen,der Hund wird hier vom flüchtenden Helfer zurückgerufen
  • Fahrrad stellen: der Hund muß die Flucht von einem, auf dem Fahrrad fahrenden, Helfer vereiteln,
  • und letztlich der Scheinangriff, der Helfer flüchtet zuerst und ergibt sich dann, der Hund darf nur bewachen


  • Hier noch ein paar Wesentlichkeiten dieser PO:
    Bei jeglichen Übungen muß der Hund ohne Leine und Halsband vorgeführt werden. Einzigste Ausnahmen sind, der 1. Teil des “Volgens” .
    Vor jeder Übung muß man sich bei einem “Übungsleiter” melden, der einem dann sagt, daß der Hund abzuleinen ist und wann man weiter zum Richter gehen darf. Ich möchte dies anhand der Springübung genauer erklären: Man “volgt” mit seinem Hund zum Übungsleiter, nach dessen Freigabe “volgt” (der Hund muß akurat folgen) man dann zum Richter, der einem alles weitere erklärt. Er bestimmt bei welcher Übung begonnen wird. Es darf nur auf Richteranweisung gesprungen werden. Sind die drei Übungen absolviert muß man sich beim Richter abmelden, und auf dessen Anweisung bis zum Übungsleiter wieder frei folgen. Erst jetzt darf der Hund wieder angeleint werden.
    Auch sehr wichtig ist das Anmelden vor jeder Prüfung. Hier muß sich der Hundeführer und sein Hund vor der Prüfung den Richtern quasi vorstellen. Er wird hier vor allem über seinen Hund befragt, ist er sozial, kann man ihm vertrauen, wurde der Hund auf Zivilpersonen ausgebildet und und und. Sollte der Hundeführer falsche Angaben machen kann dies in Holland zu Höchststrafen führen. Die Richter sowie die Helfer müssen vor jeder Prüfung über evtl. Macken der Hunde aufgeklärt werden.
    Während der Prüfung liegt auf dem gesamten Gelände Futter auf dem Boden, welches den Hund von seiner Übung ablenken soll.
    So, beginnen wir nun mit der Prüfungsordnung,

    Wasserarbeit

    Die Wasserarbeit bezieht sich auf zwei Teile, dem Voraus und dem Apportieren. Es gibt für beide Übungen je 10 Punkte.
    Beim Voraus muß der Hund auf gerader Linie min. 15 Meter einen Kanal überschwimmen. Auf der anderen Seite muß er auf Kommando “bleiben”, die Stellung halten.
    Auf Anweisung des Richters darf der Hund zurückgerufen werden.Das Apportieren eines fremden Gegenstandes ist in PH1 meist ein ca. 1 Meter langer Holzbalken den der Hund auf Kommando “APPORT” bringen muß.

    Revieren

    Kommen wir als zweites zum “Revieren” welches der Unterordnung, dem “APELL”, angehört:
    Es sei zu allererst erwähnt, daß Hunde die keine Mindestpunktzahl, das heißt 23 von 25 Punkte, beim Revieren bekommen, erst gar nicht zu den Stellübungen zugelassen werden!!
    Im Gesamten bekommen die Hunde für jede Übung 7 Minuten Zeit den Gegenstand oder den Helfer zu finden und zu verbellen. Sollte der Hund den Gegenstand nach drei Minuten noch nicht gefunden haben, gibt es leichten Punktabzug. Bei den Übungen ist es ganz normal, daß die Hunde zwischen 2 und 5 Minuten anhaltend verbellen müssen.

    1. Kistrevieren
    In PH1 muß der Hund zuerst eine Holzkiste (45cm x 30cm x 15cm) die ungefähr 200 Meter im Wald versteckt ist, auffinden und durch starkes, anhaltendes Bellen seinen Führer leiten. Er kann für diese Übung 5x5 Punkte kassieren. Diese Punkte setzen sich zusammen durch: den Start, das revieren an sich, das Bellen, Beschädigen der Kiste, das Wegfolgen von der Kiste.
    Bei allen Revierübungen gilt: Sollte der Hund sein Bellen unterbrechen, geht der Richter noch exakt fünf Schritte weiter. Sollte der Hund nun innerhalb dieser Schrittzahl nicht wieder anfangen zu bellen gibt es hierfür 5 Punkte abzug. Beim Abgang zum Revieren versucht der Richter durch Kommandos den Hund vorzeitig zum Revieren zu verleiten, was natürlich geahndet werden würde, da der Hund nur auf Kommando des Führers seine Aufgabe erfüllen darf.
    Die Kiste darf keine Beschädigungen wie Biß und Kratzspuren aufweisen (Punktabzug).

    2. Mannrevieren
    Vor ab sollte erwähnt werden, daß diese Übung eigentlich Teil des Schutzdienstes ist, sie wird in der Prüfung nur mit dem Revieren einer Kiste verbunden.
    Der Mann(Pakwerker) steht ebenfalls ca. 200 Meter im Wald an einen Baum gelehnt. Er gibt keinerlei Reizlage. Spricht nicht schreit nicht. Der Hund muß dem Geruch der Jute folgen und ihn aufspüren. Hat er ihn gefunden muß er mittels anhaltendem Bellen seinen Meister rufen. Nach einer gewissen Zeit gibt der Helfer “Kommandos,” er schreit wie verrückt und versucht den Hund heim zu schicken. Nun darf der Hund beißen, muß aber nach Beendigung der Kommandos sofort selbständig ablassen. Da man als HF während der Kommandos selbst noch am Suchen der Beiden ist, kann diese Übung, sollte der Hund beißen, auch ganz schnell in die Hose gehen. Hat man den Helfer erreicht, fragt der Richter, welcher in Begleitung des HF kommt, den Helfer, wie denn der Hund war. Ob er gleich gebellt hat, ob er sauber war und und und.
    Für jedes Umsehen des Hundes, z.B. nach seinem Führer, werden Punkte gezogen!!
    Der Hund kann auch hier 5x5 Punkte bekommen.


    Nächste Seite >>