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Holländischer Ring

Polizeihundeprüfung 2


Text: Kai Müller und Daniela Stumpf
Quelle: www.x-mechelaars.de

Diese zweite Stufe der Polizeihundausbildung dient eigentlich mehr dem Sport. Sie hat im Vergleich zur PH1 nicht den Sinn einen Hund in den Dienst zu bekommen, sie dient eher dem Diensthundeführer der mit seinem Hund so praxisnah wie möglich zusätzlich Sport betreiben möchte. Selbstverständlich können alle der K.N.P.V. angehörigen Mitglieder ebenfalls dieses Ziel in Angriff nehmen. Da die Ausbildung zum Bestehen dieser Prüfung noch sicherer sein muß. Die Übungen sind zwar vom Aufbau her nicht anders, jedoch unterscheiden sie sich zum Teil doch sehr gewaltig vom bisher Gelernten. Das heißt:

Es sind sämtliche Übungen gleich denen der PH1. Also es gibt das Suchen, Volgen, Revieren, Gegenstandsbewachen, Stockstellen und und und. Jedoch wurden die einzelnen Übungen in sich erschwert.
So wird nun keine Kiste im Wald reviert sondern ein Gewehr (Nachbau aus Holz) auf einem Sportplatz.
Oder das Mannrevieren im Wald, hier liegt der Mann auf dem Boden und steht nicht wie in der PH1 am Baum.
Beim Suchen ist das Feld viel größer und in drei Felder nochmals eingeteilt. Wird der Hund nun zum Suchen geschickt, muß der HF langsam von der linken Seite zur rechten Seite “tribbeln”. Er muß darauf achten möglichst kleine Schritte zu machen, denn sollte er an der anderen Seite angekommen sein ohne die drei Gegenstände ist er alle Punkte los.
Bei der Wasserarbeit muß der Hund nach dem Voraussenden eine Minute am anderen Ufer warten, der HF muß außer Sicht. Der Apportgegenstand kann eine große Tasche, ein Sack mit einem Kanister oder auch etwas anderes sein.
Die Mannarbeit findet grundsätzlich mit zwei Helfern statt. So ist z.B. die Übung “de Werp” doch recht anders als in der PH1. Es kommen hier zwei Pakwerker aufs Feld. Der HF fängt mit dem Hund an zu rennen schreit “Halt Politie, Halt Politie” nun bleibt der eine Helfer stehen, der andere flüchtet mit dem “Diebesgut”. Hat der HF, mit Hund, den ersten Helfer erreicht, muß er diesen sichern und darf erst jetzt nach nochmaligem zweimaligem Warnen den Hund einsetzen. Der Helfer schießt nun zweimal auf den Hund. Hat der Hund den Mann zum Stehen gebracht, gibt es das Kommando zum Loslassen. Sobald der Hund nun in der Bewachung ist nimmt der Pakwerker das Diebesgut (Gartenschlauchstücke) und probiert es auf den Hund zu schmeißen, welches dieser natürlich durch kräftiges Beißen verhindern muß. Der HF kommt nun mit dem festgenommenen ersten Arrestanten zum Hund. Es gibt nun nochmals ein Durchsuchen der Täter und einen Transport von beiden zum Richter.
Oder Fahrradstellen. Hier streiten sich zwei Pakwerker auf dem Feld um das Fahrrad. Nun wird der eine zur Seite gestoßen und der Täter flüchtet auf dem Rad. Der HF fängt nun abermals an zu rennen und zu warnen. Der Hund muß wiederum am Fuß bleiben. Da der Flüchtige weiterfährt setzt er den Hund ein. Dieser muß nun über den noch liegenden “verletzten” Pakwerker springen um an den Flüchtenden zu kommen. Der HF darf erst zum Hund wenn er kontrolliert hat ob dem Geschlagenen nichts fehlt. Nun kommt noch ein Sicherstellen des Fahrrads, währenddessen der Helfer nochmals probiert zu fliehen.
Beim Zurückrufen flüchtet der Arrestant auf einem Fahrrad. Sobald der Hund eingesetzt wird kreuzt den angreifenden, bzw. auch den zurückgerufenen Hund ein zweiter Helfer und probiert ihn zum Beißen zu animieren.-Sehr schwere Übung!!

Nicht abgeklärte Hunde, also Hunde ohne genügende Ausbildung und Routine können hier normalerweise nicht bestehen. Auch die Ausbildung zu dieser Prüfung benötigt einen sehr konstanten, harten und belastbaren Hund.

Hier also nun die PO:

Um zur Prüfung zugelassen zu werden muß der Hund eine bestandene PH1, Obj., Rettungshund oder Spürhundeprüfung abgelegt haben.
Die Prüfung wird ebenfalls in zwei Stufen absolviert. Das Vormittagsprogramm, hier geht es um die Unterordnung des Hundes. Und das Nachmittagsprogramm - die Mannarbeit.
Wir beginnen mit den Übungen A-K der Abteilung 1 des Vormittagsprogramm. Die “Volg”übungen: Das Team muß einen Parcour, Dreieck, ablaufen, welcher mit Pionen gekennzeichnet ist.

Abteilung 1 des Vormittagsprogrammes

Übung A, 5 Punkte:

Der Geleiter geht das erste Stück (70m) angeleint mit dem Hund. Dies ist die einzigste Übung in der der Hund angeleint geführt wird.

Übung B, 5 Punkte:

Unangeleint volgen.
Der gleiche Parcour wird wieder abgelaufen. Nach 20 Meter muß der Hund nach rechts wechseln. Nach 10 Metern wieder nach links.Nach weiteren 10 Metern wieder nach rechts und abermals nach 10 Metern wieder zurück.

Übung C, 5 Punkte:

Das Volgen am Fahrrad.
Der Parcour wird nun mit dem Fahrrad abgefahren. Bei allen Übungen darf der Hund nicht zu weit vor oder hinter dem Mann laufen.

Übung D, 5 Punkte:

Liegen bleiben.
Der Hund wird nun in die Mitte des Parcours gelegt. Ein anderer Prüfling läuft nun seine Übungen. Der Hund darf sich nicht bewegen.

Übung E, 5 Punkte:

Das Futterverweigern.
Der Geleiter kommt auf dem Fahrrad mit Hund zum Richter. Dieser weist ihm einen Platz zu wohin er den Hund mit Fahrrad ablegen soll. Das Fahrrad muß abgelegt werden, der Hund muß hinter dem Fahrrad abliegen und bleiben. Der Hundeführer geht dann außer Sicht. Nun kommt der Helfer, ebenfalls auf dem Rad. Er hat eine Tasche dabei. Beim Richter läßt er das Fahrrad liegen und geht mit der Tasche auf den Hund zu. Kurz vor dem Hund holt er das Futter heraus und bietet dem Hund zwei Stücke an. Nun geht er 2-3 Meter zurück und wirft ein drittes Stück Fleisch dem Hund zu. Danach fährt er wieder außer Sicht. Der Hund muß hier schnell entscheiden, ob es um die Futterverweigerung geht oder um das Gegenstandsbewachen.

Übung F, 5 Punkte:

Verweigern von gefundenem Futter.
Auf dem ganzen Terrain liegen Fleisch und Käsebrocken aus, der Hund darf hier in keinster Weise Interesse zeigen.

Übung G, 5 Punkte:

Still sein.
Der Geleiter und sein Hund gehen auf einen vom Richter zugewiesenen Punkt im Wald. Der Hund darf nun sitzen, liegen oder stehen. Es kommt eine Gruppe Menschen aus dem Gebüsch und verschwinden aus der Sicht des Hundes. Im gleichen Moment wird ca. 20 Meter hinter dem Hund geschossen. Der Hund darf nicht bellen oder pfienzen. Auch der HF darf nur leise Kommandos geben.

Übung H, 5 Punkte:

Der Freisprung über ein Hindernis.
Das Hindernis muß 1 Meter hoch sein. Es ist ein Hin -und Rücksprung. Der Hund darf das Hindernis nicht berühren. Er darf auch nicht weiter als 1 Meter vom Hindernis weg liegen, sitzen oder stehen.

Übung I, 5 Punkte:

Klettersprung über die Wand.
Klettern über eine Wand von leider nur noch 175 cm. Kein Rücksprung. Auch hier muß der Hund die Grenze von max 1 Meter Abstand zur Wand einhalten.

Übung J, 5 Punkte:

Weitsprung über einen Graben.
Hier muß der Hund über einen Graben von 225 cm springen und auf Kommando wieder zurück. Auch hier muß die Grenze von 1 Meter zum Absprung eingehalten werden.

Übung K, 3 x 5 Punkte:

Suchen und Apportieren von drei kleinen Gegenständen.
In einem Feld von 20 x 15 Metern muß der Hund drei Gegenstände ( Münze, Schlüssel, Patronenhülse etc. ) suchen. Das Team muß an der linken Seite des Suchfeldes beginnen. Nun muß der Geleiter während des Suchens von der linken Seite des Feldes in kleinen Schritten nach rechts laufen. Der Hund muß alle drei Gegenstände bringen bevor sein Chef am anderen Ende ist. Ebenfalls bekommen die Teams eine Zeitvorgabe von 7 Minuten. Sollten die drei Gegenstände innerhalb 3 Minuten gefunden sein, gibt es die vollen 15 Punkte, jede weitere Minute kostet Punkte.

Abteilung 2 vom Vormittagsprogramm:

Übung A, 10 Punkte:

Das Überschwimmen.
Der Hund muß auf Kommando seines Geleiters über eine Gracht schwimmen (min.15 Meter). Auf der anderen Seite muß der Hund auf Kommando eine halbe Minute bleiben, derzeit geht der Geleiter außer Sicht des Hundes. Auf Zeichen des Richters darf der Hund wieder zurückgerufen werden.

Übung B, 10 Punkte:

Das Apportieren eines großen Gegenstandes aus dem Wasser.
Der Geleiter geht mit Hund außer Sicht. Nun wird ein Gegenstand ins Wasser gelassen und mindestens 7 Meter vom Ufer fixiert. Nun kommen Hund und HF wieder. Der Hund muß auf Kommando den Gegenstand aus dem Wasser holen.

Abteilung 3 des Vormittagsprogramm:

Übung A, 2 x 5 Punkte:

Gegenstandsbewachen.
Der Geleiter fährt mit dem Fahrrad zum Richter. Auf dessen Anweisung muß er dieses mit Hund auf einen vorgegeben Punkt ablegen. Der Hund muß hinter dem Fahrrad 3 Minuten liegen bleiben. Nun kommt der Helfer, ebenfalls auf dem Fahrrad, er läßt es beim Richter liegen und geht zum Hund.
Nun läuft er einmal in gerader Linie am Hund vorbei. Nach 10 Metern dreht er sich um und geht geradlinig und entschlossen auf das Rad zu. Der Hund muß dieses nun verteidigen in dem er den Helfer mit dem Griff in Arm oder Bein abwehrt. Der Hund darf erst zum Angriff gehen, wenn der Helfer in zwei Meter Umkreis ist. Sollte der Hund hierbei nicht sofort entschlossen einbeißen hat der Helfer nun durchzulaufen und zu versuchen das Fahrrad zu stehlen. Ansonsten geht er geradlinig rückwärts und entfernt sich vom Gegenstand. Der Hund muß nun ablassen und zurück zum Rad auf seinen Platz laufen.

Übung B, 5 x 5 Punkte:

Revieren eines Gegenstandes (Holzgewehr)
Der Hund muß auf einem großen freien Feld einen Gegenstand auffinden und durchgehend verbellen bis sein Geleiter naht und mit ihm weggeht. Der Gegenstand ist ein Holzgewehr das flach auf dem Boden liegt

Übung C, 5 x 5 Punkte:

Revieren nach einer Person.
Die Person liegt in einem Gebiet welches teils offen und teils dicht bewachsen ist, möglichst so, daß der Hund zuerst durch das offene Terrain revieren muß. Die Person liegt ca. 150 Meter vom Start entfernt auf dem Bauch und macht keinen Pieps. Der Hund muß hier ebenfalls durch anhaltendes Bellen seinen Geleiter rufen sobald er die Person gefunden hat.

Übung D, 3 x 5 Punkte:

Transport eines Betrunkenen.
Der Geleiter kommt mit Hund zu einem liegenden Helfer.Der Hund wird abgelegt und dem Mann aufgeholfen. Er schwankt und kann nicht mehr richtig stehen.
Der Hundeführer muß die Person nun durchsuchen. Der Hund hat noch abzuliegen.
Erst auf Kommando darf der Hund in die Bewachung gehen. Nach 20 Meter läßt der Betrunkene einen Ringschlüssel aus seinem Ärmel fallen. Der Hund hat diesen aufzunehmen, um den Betrunkenen herumzulaufen und seinem Geleiter den Gegenstand zu apportieren. Dieser hält den Transport an, entnimmt dem Hund den Gegenstand und geht dann wieder in den Transport über. Im gesamten geht der Transport 70 Meter.

Abteilung 3 geht nun erst nach dem Mittag weiter: Wie schon erwähnt sieht ein KNPV Platz im eigentlichen immer gleich aus. Es ist allerdings sehr wichtig zu wissen wie er aufgeteilt ist und welchen Sinn manche Gesetzmäßigkeiten haben. Es gibt hier einen großen Platz mit Clubhaus, Springgegenstände etc. Zu diesem Platz führt immer ein enger, langer Gang. Genannt die “Stellahn”, sie ist ein ganz entscheidender Teil der Mannarbeit des Nachmittagprogramms. Am Ende dieser Stellahn steht ein Richter bei dem man sich melden muß. Die Stellahn muß mindestens 70 Meter lang sein. An dem Ende des Ganges das auf das Feld führt kommt der Helfer in Sicht. Du rufst nun auf Anweisung des Richters 2 x “HALT POLITIE” und gibst deinem Hund, ebenfalls auf Anweisung, das Kommando zum Stellen. Der Helfer muß nun bei allen Stellübungen nachdem der Hund 25 Meter vom Geleiter entfernt ist außer Sicht gehen. Das heißt er rennt rechts oder links aus der Sicht des noch im Gang befindlichen Hundes. Der Sinn ist der, daß der Hund erst auf dem Feld erkennt welche Übung gerade dran ist. Ausnahme ist das Zurückrufen, hier bleibt der Helfer in Sicht um das Zurückkommen zu erschweren.
So läuft also jede Übung in der Lahn ab. Wofür es natürlich auch Punkte zu vergeben gibt. z.B.: wie bleibt der Hund am Start, wie geht er vom Start, wie geht er aus der Lahn usw.

Übung E, 7 x 5 Punkte:

Das zum Stehen bringen eines Verdächtigen der sich mit einem Stock wehrt.
Der Geleiter meldet sich beim Körmeister am Ende der Lahn. Der Helfer kommt nun mit einer großen Tasche in Sicht und flüchtet. Der Geleiter ist nun am Laufen. Der Hund muß stets korrekt folgen. Im Laufen wird nun der Helfer angerufen und letztendlich der Hund eingesetzt.
Ist der Hund 25 Meter vom Geleiter geht der Helfer außer Sicht, lässt die Tasche fallen und greift sich einen Stock. In dem Moment wo der Hund aus der Stellahn kommt geht der Helfer gegen den Hund. Er probiert in mit Geschrei und einem Stockschlag vor dem Anbiß zu verjagen. Der Hund darf keine Zweifel zeigen.

Übung F, 4 x 5 Punkte:

das Verweigern von Kommandos seitens des Helfers.
Ist nun der Geleiter auf dem Feld angekommen, kommandiert er seinen Hund los. Dieser muß nun in die Bewachung gehen. Der Helfer läßt den Stock fallen und versucht dem Hund verbale Kommandos zu geben. Der Hund darf sich nicht darauf einlassen.

Übung G, 6 x 5 Punkte:

Transport des Arrestanten und Verteidigen eines Überfalls auf den HF.

Der Hundeführer geht nun zum Hund und dem Arrestanten. Dieser muß nun durchsucht werden. Danach kommt ein Transport. Nach 25 Meter greift der Helfer den HF an, was der Hund natürlich verhindern muß.

      

Übung H, 6 x 5 Punkte:

Das zum Stehen bringen eines Helfers der auf dem Fahrrad flüchtet.
Nachdem die Formalitäten am Start erledigt sind geht das Team los. Der erste Helfer kommt nun wieder auf dem Fahrrad in Sicht. Der zweite Mann steht versteckt. Er muß nun den Fahrer vom Rad ziehen und auf diesem flüchten.
Der erste Helfer bleibt auf der Strecke liegen, der Hund wird eingesetzt und muß über die liegende Person stellen.
Hat sich der Hund auf 5-7 Meter dem Flüchtenden genähert soll dieser nochmals seine Geschwindigkeit erhöhen. Der Hund soll bei dieser Übung nur ins Bein beißen, andernfalls gibt es Punktabzug. Der Geleiter der hinter dem Hund aus der Lahn kommt soll sich an dem liegengebliebenen Helfer vergewissern, daß ihm nichts fehlt und kommt dann bis auf 25 Meter zum Hund.
Auf Zeichen des Körmeisters kommandiert er den Hund zum loslassen. Der Hund muß sofort in die Bewachung gehen.

Übung I, 5 x 5 Punkte:

Zum Stehen bringen eines flüchtenden Verdächtigen.
Nun kommt der Geleiter zum bewachenden Hund und untersucht den Verdächtigen auf Gegenstände.
Danach muß der HF eine Tasche, welche am Lenker des Fahrrads hängt, untersuchen. Sobald er das Rad erreicht hat flüchtet der Helfer abermals, was der Hund natürlich verhindern muß. Auf Zeichen des Körmeisters stellt der Helfer die Flucht ein und der Hund muß los kommandiert werden.

Übung J, 7 x 5 Punkte:

Zum Stehen bringen eines Schmugglers der mit einer Waffe schießt.
Der Geleiter meldet sich wieder in der Stellahn beim Körmeister. Sie fangen wieder an zu laufen. Nun kommen ihnen zwei Helfer mit Schmuggelware in zwei Jutesäcken entgegen.
Der Geleiter versucht sie zu warnen, einer bleibt stehen der zweite flüchtet. Der Hund darf nun nicht eingesetzt werden. Der Geleiter muß zunächst zu der stehengebliebenen Person laufen.
Er muß den Flüchtenden nun noch zwei mal auffordern stehen zu bleiben. Dieser läuft weiter, woraufhin der Hund eingesetzt wird. Sobald der Hund vom Geleiter entfernt ist schießt der Flüchtende zweimal gegen den Hund.
Der Hund hat sich nicht beeindrucken zu lassen. Der Flüchtige geht nun noch ein paar Meter weiter, bleibt stehen und lehrt seine Diebessachen aus (Schlauchstücke???).

Übung K, 4 x 5 Punkte:

Die “Werpfestheit”
Der Geleiter kommt nun mit der ersten Person bis auf 25 Meter zum Hund, hebt den Revolver des Flüchtenden auf und kommandiert seinen Hund los. Dieser muß sofort in die Bewachung gehen. Auf Zeichen des Richters bückt sich der Schmuggler nach seinem Diebesgut und bewirft den Hund damit. Dieser muß sofort in Griff gehen und diesen halten.

Übung L, 4 x 5 Punkte:

Transport von zwei festgenommenen Schmugglern.
Der Geleiter kommandiert nun den Hund wieder los. Er bringt den ersten Verhafteten zum zweiten Flüchtenden. Der Hund wird zur Bewachung hinter die Personen gesetzt. Nun kontrolliert der Geleiter die Säcke mit Diebesgut und durchsucht die Personen.
Ist das abgeschlossen, nimmt der HF seinen Hund und geht zwei Meter hinter die Arrestanten in Position. Er befiehlt nun die Sachen wieder aufzuräumen und in die Säcke zu tun.
Auf Kommando kommt nun noch ein Transport der zwei Arrestanten.

Übung M, 3 x 5 Punkte:


Zurückrufen eines verfolgenden Hundes.
Ebenfalls Melden beim Richter, nun läuft der Geleiter auf Anweisung des Richters los. Der erste Helfer kommt mit einem Fahrrad in Sicht, steigt auf und flüchtet.
Nach zweimaligem Anrufen wird der Hund eingesetzt. Ist der Hund 25 Meter vom Geleiter entfernt kommt ein zweiter Helfer und läuft einmal quer durch das Bild.
Ist der Hund 60 Meter vom Geleiter entfernt muß er zurückgerufen werden. Er muß nun auf dem schnellsten Weg zurück.

Übung N, 4 x 5 Punkte:

Anhalten und bewachen eines flüchtenden Verdächtigen der sich im letzten Moment ergibt (Scheinangriff)
Der Geleiter ist wieder in der Stellahn. Der Helfer kommt in Sicht und geht ganz normal. Nach zweimaligem Anrufen flüchtet er, der Hund wird eingesetzt. Ist dieser 25 Meter vom Geleiter entfernt geht der Helfer außer Sicht.
Sobald der Hund in ca 40 Meter Nähe ist soll sich der Helfer umdrehen und seine Flucht aufgeben. Der Hund darf nun nicht belästigen, geschweige denn beißen.

Übung O, 6 x 5 Punkte:

Transport und zum Stehen bringen eins fliehenden Verdächtigen.
Der Geleiter kommt nun zu seinem bewachenden Hund, durchsucht den Helfer und geht zwei Meter hinter dem Arrestanten in Position.
Auf Zeichen des Richters beginnt der Transport. Nach 25 Meter bekommt der Helfer ein Zeichen vom Richter zum Flüchten. Der Hund darf noch nicht eingesetzt werden.
Ist der Helfer einige Meter geflüchtet bekommt der Geleiter das Zeichen zum Stellen.
Der Hund muß nun wieder seine Arbeit machen.
Auf Zeichen des Richters muß der Hund nun wieder los kommandiert werden und kann dann abgeholt werden.


Die Prüfung ist somit beendet. Im gesamten ist eine Punktzahl von 455 Punkte zu erreichen. Man erkennt hier doch sehr gut die gewissen Unterschiede zur PH1 oder gar Objekt Prüfung. Die Hunde müssen hier sehr gut ausgebildet sein um bestehen zu können oder gar ein Certificaat “met Lof” zu holen. Man kann sagen, daß wirklich nur Hunde mit konstantem Training zu dieser Prüfung gehen. Hunde welche in der Lage sind auf langem Zeitraum Höchstleistung zu bringen. Ebenso der Ausbilder, der sich sehr viele Eigenschaften aneignen muß, um mit seinem Hund soweit zu kommen. Oftmals sind diese Hunde nicht so spektakulär als die jungen PH1 Absolventen. Das liegt allerdings wie schon erwähnt an der kontinuierlichen Ausbildung. Da bleibt schon einiges auf der Strecke. Die Hunde sind meist im Alter von 4 - 7 Jahren und älter. Für uns hier in Deutschland Arbeitende ist dies der Gipfel den wir erreichen wollen.