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2005 © K.Ehret
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Rassebeschreibung Australian Cattle Dog

Rassebeschreibung

Rasse:Australian Cattle Dog
FCI-Nr.: FCI - Nr. 287
FCI-Gruppe: FCI - Gruppe 1
Schulterhöhe: Rüden 46 - 51 cm, Hündinnen 43 - 48 cm
Gewicht: Rüden 22 - 25 kg, Hündinnen 18 - 22 kg
Farbe: blau / rot

Entstehung der Rasse
Die Entstehung der Rasse ist eng verbunden mit der Entwicklung der australischen Landwirtschaft, der Ausbreitung australischer Siedler mit ihren Rinderherden. Die Rinder wurden nämlich im weiträumigen Weideland recht verwildert gehalten waren somit nicht so einfach zu handeln. Somit bestand der Bedarf an einem durchsetzungsfähigen, dem australischen Klima angepassten Treibhund für die Arbeit an diesen Rinderherden. Die australischen Einwander hatten natürlich auch für diese Arbeit ihre Hunde aus Europa mit gebracht.
Laut einigen historischen Quellen soll Thomas Hall etwa um 1840 blaue kurzhaarige Highland Collies (blue smooth highland collies - heute ausgestorben) mit Dingos gekreuzt haben. Das Ziel, einen Hund mit der Arbeitsfreude des Collies und dem Durchsetzungsvermögen des Dingos zu erhalten, wurde weitestgehend erreicht. Diese Hunde wurden als Halls Heeler bekannt und fanden regen Zuspruch bei den Farmern. Mr. Hall führte diese Kreuzungen bis zu seinem Tode (1870) fort und Halls Heeler wurden ein Begriff. Danach finden sich in der weiteren Entwicklung dieser Halls Heeler Hinweise, dass für die weitere Verbesserung der Hunde Bullterrier zur Zucht eingesetzt wurden. Namentlich erwähnt wird in diesem Zusammenhang ein Fleischer - Mr. Fred Davis, der mit seinen Kollegen wiederholt Bullterrier einkreuzte. Die Brüder Bagus sollen dann auch einen importierten Dalmatiner mit einer Halls Heeler Hündin verpaart haben, was sich aber negativ auf die Arbeitsfahigkeit auswirkte. Die Brüder Bagus setzten dann auch Kelpies (damals auch noch in der Entwicklung) zur Zucht bei den Halls Heller ein. Aber etwa um 1900 wurde die Zucht des Halls Heeler (auch Queensland Heeler) weitestgehend nicht mehr durch Einkreuzung anderer Rassen fortgeführt, sondern durch strenge Selektion innerhalb der Population. Eine Rasse war entstanden. Herr Kaleski (seit etwa 1885 auch Züchter der Halls Heeler) erarbeitete 1902 den Standard des Halls Heeler = Australian Cattle Dog. Vom FCI wurde der ACD aber erst viel später anerkannt: 1979
Zu erwähnen ist noch die Geschichte des Dr. Allan McNiven, der um 1940 nochmals Dingos in den ACD kreuzte und dessen Hunde hauptsächlich von amerikanischen Soldaten als Heimkehrer mit in die USA genommen wurden und von amerikanischen Ranchern geordert wurden. Dieser Dr. Niven wurde letztlich ausgeschlossen vom Australischen Verband und allen Hunden aus seiner Zucht die Papiere aberkannt. Ob das die Amerikaner gestört hat? Kaum. Der ACD war ja eh noch nicht vom FCI anerkannt und sie waren ja erst am Aufbau ihrer ACD-Zucht in den USA. Also floss wohl reichlich Dingoblut in den amerikanischen Stammhunden der ACD-Zucht. Denn offizell als Rasse wurde der ACD erst 1979 vom FCI anerkannt . Da gehörte all das schon der Vergangenheit an und es wurde nicht nach Papieren (australisch wo auch immer her) gefragt. Die späte Anerkennung ist aber auch ein Grund für sein noch heute relativ ursprüngliches Wesen.
Allgemeines Erscheinungsbild:
Der Australian Cattle Dog ist ein kräftiger, kompakter und symetrisch aufgebauter Gebrauchshund, der die Fähigkeit und den Willen hat, die ihm abverlangten Aufgaben zu erfüllen. Die Vereinigung von Substanz, Kraft Ausgewogenheit, sowie leistungfähiger, starker Muskulatur, zeugen von großer Beweglichkeit, gepaart mit Kraft u. Ausdauer.

Verhalten und Charakter:
Australian Cattle Dogs sind sehr selbstständig, mutig und blitzschnell (im Vergleich mit anderen Rassen unglaublich schnell) handelnde Hunde. Der ACD ist ein selbstbewußter, sehr arbeitswilliger Hund, der aber keinesfalls den "Kadavergehorsam" besitzt, den wir von anderen Hunden gewohnt sind. Wenn der ACD meint, etwas anderes als das vom Besitzer Verlangte sei wichtiger, dann versucht er sich auch durchzusetzen. Er nimmt all seine Aufgaben (ihm gestellt oder auch sich selbst gestellt) sehr ernst und verfolgt sie mit einer starken Vehemenz. Auf der anderen Seite, wenn keine wichtigen Aufgaben anstehen, kann er auch ein richtiger Clown sein. Immer bereit, etwas zur Vertreibung der Langeweile von sich aus zu tun. Das kann natürlich (bei Unterforderung des ACD) Schäden am Grundstück/Haus des Besitzers oder an seinen Nerven hinterlassen.
Alles in allem ist der ACD von seinem ursprünglichen Wesen her nichts für couchpotatos und zarte Gemüter.
Quellen:
Australian National Kennel Council
cattledog.com
Der FCI-Standard Nr. 287 ist nachzulesen beim Australian National Kennel Council